Stephanie Winter

Vor der Riehe 11

31714 Lauenhagen

 

Boxer-Klub e.V.

Vorstand

Veldener- Str. 64-66

81241 München

 

JRD-Hysterie (Meldung vom 28.12.2009)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrter Herr Holzhausen,

 

Ihre o.g. Meldung, die nicht nur falsche Informationen enthält, sondern auch mich persönlich in unangemessener und überflüssiger Weise öffentlich denunziert, möchte ich zum Anlass nehmen, folgendes klarzustellen:

 

Wie Ihnen bekannt ist, bin ich seit Jahren Mitglied des Boxer-Klub München. Außerdem, wie ebenfalls bekannt sein dürfte, bereits seit einigen Jahren ehrenamtliches Mitglied der Initiative „Boxer in Not“.

Im übrigen auch Besitzerin von Boxern. Schon allein deshalb stellt sich Ihr

Vorwurf, mir sei im Zusammenhang mit JRD aus eigennützigen

(wirtschaftlichen) Motiven an einer „Panikmache“ gelegen, als absolut abwegig dar und kann nur als völlig aus der Luft gegriffene „Stimmungsmache“ gegen meine Person gewertet werden.

 

Allerdings habe ich aufgrund meiner extensiven Recherchen über die JRD-Problematik begründeten Anlass zu der Annahme einer sich immer mehr ausweitenden, zuchtbedingten Erkrankung unserer Lieblingshunde. Denn nicht zuletzt musste auch ich vor einiger Zeit die traurige Erfahrung machen, das zwei Wurfgeschwister meines verstorbenen Rüden an dieser genetisch bedingten Erkrankung qualvoll verendeten.

Auch meine eigene Hündin, Dayly Sun von Cujo ist positiv getestet und erkrankt!

Daher kann es nur für uns alle, die wir mit Leidenschaft unserem Hobby nachgehen, von Interesse sein, möglichst viele Informationen über diese Krankheit zu erlangen und entsprechende Vorkehrungen zur Vermeidung weiterer Leiden unserer Tiere zu treffen.

 

So war es für mich auch keine Frage, mir u.a. über das Internet nicht nur weltweite Informationen über diese Erkrankung zu verschaffen, sondern auch Kontakte zu ebenfalls betroffenen Hundebesitzern herzustellen und mit diesen Erfahrungen auszutauschen. Dabei stieß ich u.a., nicht nur auf die mir als sehr kompetent erscheinende Unterstützung der Fr. Dr. Sommerfeld-Stur, sondern konnte auch einen Kontakt zu dem in Kanada ansässigen Genlabor „DOGenes Inc.“herstellen, das sich nach meinem damaligen Kenntnisstand weltweit ausschließlich durch die Erkennung dieser Krankheit und Registrierung der entsprechenden Daten auszeichnet.

 

In diesem durchaus als seriös geltenden Unternehmen werden zu wissenschaftlichen Zwecken Daten nicht nur gespeichert, sondern auch ausgewertet, um sowohl Erkenntnisse über die Verbreitung der Krankheit zu gewinnen als auch Strategien gegen die Verbreitung zu entwickeln.

Und die Ergebnisse haben nun einmal gezeigt, dass es sich dabei keinesfalls „nur um tragische Einzelschicksale“ handelt, so wie dies einmal von dritter Seite lapidar behauptet wurde. Wer angesichts der (zumindest mir) bekannten Zahlen die Tragweite und Brisanz der JRD-Problematik nicht erkennen möchte oder kann, der mag auch in Zukunft durch Untätigkeit zu einer Ausbreitung der Erkrankung beitragen und die Botschaft einer „JRD_Hysterie“ verbreiten! Und wer mir in diesem Zusammenhang „Panikmache“ oder aber gar „klubschädigendes Verhalten“ vorwirft, sollte sich selbst einmal die Frage nach der Seriösität seiner unangebrachten Zweifel stellen, wenn damit gleichzeitig gegenteilige Daten und Fakten vorgelegt werden!

 

Da es also an sachlicher Kritik zu mangeln scheint, verwundert es auch nicht, das von Seiten des Vorstandes versucht wird, meine Initiative mit unwahren Behauptungen zu blockieren und mir zu unterstellen, geschäftliche Kontakte zu „DOGenes“ zu unterhalten und sogar den Datenschutz unserer Tiere (gibt es so etwas überhaupt?) zu verletzen.

Tatsache ist, dass ich von dem kanadischen Labor (Schriftstück anbei),

bisher weder irgendwelche finanziellen Zuwendungen noch sonst irgendwelche Vorteile für meine vermittelnde Tätigkeit erhalten habe!

Auf Anfrage unserer Mitglieder organisiere ich lediglich eine Art Sammelbestellung ( kostengünstiger Preis), wobei die Besteller der Gentests ihre Proben selbst nach Kanada zurückschicken. Diese erhalten das Ergebnis auch wiederum unmittelbar, wovon ich allenfalls  durch die Hundebesitzer selbst erfahre. Im übrigen besteht zwar die Möglichkeit, eine Gesamtauswertung der Ergebnisse zu bekommen, diese werden allerdings ohne Angaben „persönlicher“ Daten übermittelt. Bei dieser Praxis dürfte also wohl kaum von der Verletzung irgendwelcher vertraulichen Daten gesprochen werden können!

 

Wie also die von Fr. Dr. Sommerfeld-Stur vorgetragenen Zahlen ergeben, ist die JRD-Problematik sicher ernst zu nehmen und sollte für jeden Züchter und Besitzer unserer Boxer Anlass sein, schon bei der Auswahl der Tiere entsprechende Vorsorge zu treffen. Ich betreibe also weder eine „Hexenjagd“, noch habe ich „Dollarzeichen“ in den Augen, sondern nehme sowohl als Mitglied des Boxer-Klub, als auch als Mitglied der Initiative Boxer in Not die Interessen der betroffenen Hundebesitzer wahr, insbesondere aber auch unserer Boxerhündinnen und-rüden, die nach meinem Verständniss einen Anspruch auf unserer aller Fürsorge haben. Dieses Recht lasse ich mir auch nicht von denjenigen streitig machen, die mir die „Urteilsfähigkeit“( z. B. bei der Vermittlung von Notboxern) absprechen möchten.

 

Ich hoffe, mich in diesem Sinne verständlich gemacht zu haben und stehe selbstverständlich gern für weitere -allerdings sachliche- Diskussion zu dieser Problematik zur Verfügung.

 

Anbei hilfreiche Links:

 

http://www.canine-genetics.com/dnatest.htm

Artikel u. a. Dr. Mary Whiteley

 

www.videxgsd.com

www.black-delight-shelties.de

testen bei Dogenes

 

http://www.fleetfiretimbers.com/FTF/Renal%Dysplasia.htm

Studien, Dr. Mary Whiteley

 

www.gesunder-boxer.com

Zusammenfassung telefonischer Angaben laut Prof. Distl

 

Die Patentschrift zum JRD-Test finden Sie unter:

http://wipo.int/pctdb/cgi/guest/search5

 

Mit freundlichen Grüßen